Wirtschaft
Um unsere Wirtschaft verstehen zu können, muss man Betriebswirtschaft studiert haben – glaubt man.
Vielleicht trifft das zu, wenn man die Wirtschaft in seiner Gesamtheit zu verstehen versucht. Aber bei den grundlegendsten Überlegungen muss man nicht einmal besonders intelligent sein.
Nehmen wir einmal an, dass ein Manager 100.000 Euro im Monat verdient. Seine 1.000 Angestellten verdienen je 1.000 Euro.
Was würde die Wirtschaft wohl eher ankurbeln?
Wenn man
A. dem Manager im Monat 100.000 Euro mehr gibt?
B. den 1.000 Angestellten je 100 Euro im Monat mehr gibt?
Das kann man sogar mit dem gesunden Menschenverstand beantworten, ohne BWL studiert zu haben.
Was würde die Wirtschaft wohl eher ankurbeln?
A. Wenn ein Unternehmen seinen Gewinn durch Entlassungen von 1,5 Milliarden Euro auf 2,1 Milliarden Euro steigern kann? (Kein Witz, genau DAS hat eine große Deutsche Bank gemacht)
B. Wenn man mit einem Teil des Gewinnüberschusses die Löhne der Angestellten erhöht?
Auch hier muss man für die richtige Antwort nur den gesunden Menschenverstand bemühen.
So schlecht kann es uns gar nicht gehen, wenn wir ständig ohne zu murren die Manager unterstützen, den Konzernen zu größeren Gewinnen verhelfen, die Wirtschaftskrise finanzieren (damit bloß kein Manager, der dafür verantwortlich ist, dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann), auf Weihnachtsgeld verzichtet, sich den Lohn kürzen lässt oder auch unter einem menschenwürdigen Niedriglohn arbeitet.
Also lasst uns weiter jammern. Andere Länder handeln bereits.
Oder anders gesagt: Jammerst Du noch, oder handelst Du schon?
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