Glücksfaktor
Wie hoch ist Dein Glücksfaktor?
Denke einmal an den gestrigen Tag zurück. Hattest Du da ein Glücksgefühl?
Ein Glücksgefühl erlebt man durch ein unvorhergesehenes Ereignis, welches ein Gefühl des Glückes hervorruft und alle negativen Gedanken und Empfindungen überlagert und für einen Moment aus Deinem Kopf verbannt. Wie bei einem Lottogewinn, einem sportlichen Erfolg, einem Orgasmus, einem innigen, lang ersehnten Kuss, einer tiefen Zuneigung, das Wiedersehen mit einem geliebten Menschen, den man lange nicht gesehen hat, ein Lob, das man nicht erwartet hat, ein Geschenk, usw.
Ja? Dann ist Dein Glücksfaktor 10. Wenn Du dies erst vorgestern das letzte Mal erlebt hast, ist der Faktor 9, liegt ein solches Ereignis schon 3 Tage zurück, ist er 8, usw.
Man fühlt sich glücklich, wenn der Glücksfaktor 5 oder größer ist.
Auch der Zufriedenheitsfaktor berechnet sich auf diese Weise. Hattest Du gestern ein Gefühl der Zufriedenheit? Zufrieden mit Dir und Deinem Leben? Hast Du entspannt, aber nicht kraftlos zu Dir sagen können: Ja, mir geht es jetzt gut, ich bin zufrieden, brauche nur diesen Moment, habe nicht das Bedürfnis etwas machen oder haben zu wollen? Dann ist der Faktor 10. Vorgestern? Dann ist er 9, usw.
Man ist zufrieden, wenn der Faktor 5 oder größer ist.
Sind Glücksfaktor und Zufriedenheitsfaktor beide 5 oder größer, ist man mit sich und der Welt im Einklang.
Sind beide Faktoren kleiner als 5 oder sogar 0, solltest Du Dir vielleicht einmal Gedanken darüber machen, woran das liegt.
Warum erlebst Du zu selten ein Glücksgefühl? Kann es sein, dass Du stets die Kontrolle über eine Situation haben willst? Niemandem vertraust? Das Glück nicht erkennst, selbst wenn es schon auf Deinem Schoß sitzt? Vielleicht sogar etwas zuviel nur an Dich selbst denkst?
Und warum bist Du unzufrieden? Kann es sein, dass Du ständig ein neues Ziel verfolgst? Nie zufrieden mit dem Ergebnis bist und immer mehr willst? Andere Menschen eher als Bedrohung, Nebenbuhler, oder Feinde auf dem Weg zu Deinem Ziel siehst?
Daran kann man etwas ändern.
Anstatt sich darüber zu ärgern, dass eine Sache noch nicht fertig wurde, kann man sich daran erfreuen, dass schon ein Teil erledigt ist.
Anstatt sich selbst die Schuld zu geben, dass man nach einem Date den Partner noch nicht erobert hat, könnte man sich an den erlebten Stunden erfreuen, seine Hoffnung auf noch mehr Zuneigung nähren und mit einem Lächeln einschlafen.
Anstatt genau zu wissen was man will und seinen Weg dorthin zielstrebig zu verfolgen, kann es manchmal sehr hilfreich sein genau zu wissen, was man nicht will und dies einfach zu unterlassen.
Manchmal reicht es schon aus, wenn man seine Ansprüche etwas herunter schraubt.
Mache doch einfach mal das, was Dir Freude macht und nicht, was andere von Dir erwarten oder gar fordern.
So als auch mit vielen anderen Dingen kann man sich an einem kleinen Stück Glück erfreuen, ohne andere Menschen oder sein Umfeld dafür verantwortlich machen zu müssen.
Übrigens - mit einem hohen Glücks- oder Zufriedenheitsfaktor macht man meist alle Dinge mit Freude, die einem vorher noch Kopfzerbrechen und Unbehagen bereitet haben.
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