Geld
Einst stellten wir den Wert des Geldes über den von Muscheln und anderen Tauschwaren.
Dann kletterte der Wert des Geldes über den der Waren, die man dafür erwerben konnte und wurde selbst zu einer Ware.
Es dauerte nicht mehr lange, bis der Wert des Geldes auch den Wert von Tieren überflügelte. Tiere wurden zur Sache erklärt und rutschen sogar noch unter den Wert von Waren.
Kurze Zeit später folgte ihnen die Natur. Geld war nun mehr wert, als Luft, Wasser und die Welt in der wir leben. Sogar die virtuelle Welt, Informationen und Auskünfte kosten bereits Geld.
Und heute steht der Wert des Geldes sogar über dem Menschenleben.
Und woran kann man das merken?
- Hilfe für Menschen kommt erst dann bei den Menschen an, wenn die Organisatoren auch genug daran verdienen/verdient haben.
- die Wahl zwischen Kind oder Beruf entscheidet sich selten für das Kind.
- Wer sich zwischen 1 Mio. Euro und einem Freund entscheiden soll, vergrößert selten seinen Freundeskreis.
- der Grund für vernachlässigte Menschen findet sich meist auf vielen Kontoauszügen wieder.
- wo immer auch Menschen Hilfe und Pflege benötigen mangelt es an Personal, was nicht an der Hilfsbereitschaft des Personals liegt.
- Wenn St. Nikolaus heute seine Kleider verteilt, wird er sie nur noch los, wenn diese ein bekanntest Mode-Label ziert.
- Früher hieß es: Wo 2 Menschen satt werden können, werden auch 3 Menschen satt. Heute heißt es: Mitgefühl muss man sich leisten können.
- Ein freudiger Blick und ein seliges Lächeln ziert das Gesicht, wenn man einen Menschen erblickt, der einem einen 100-Euro-Schein überreicht.
- Ohne den Schein kann man froh sein, wenn man noch ein flüchtiges „Hallo“ bekommt.
Natürlich gibt es noch Ausnahmen, aber leider werden diese von Jahr zu Jahr weniger.
06.02.2008
Nachtrag
Heute wurde bekannt, dass sich UNICEF zu Unrecht an den Spendengeldern vergriffen hat.
Wer hätte gedacht, dass sich so schnell der öffentlichen Beweis zeigen würde?
|