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Diät

Bei den meisten Diäten werden Menüs und Rezepte vorgegeben, die laut schlauer Untersuchungen, das eine oder andere Kilo purzeln lassen sollen. Super. Niemand hat aber danach gefragt, ob uns das auch schmeckt; ob wir die Zeit haben uns so ein Gericht zu machen, ob wir uns überhaupt in der Lage sehen zu kochen.

Ich habe ja keinen Zweifel daran, dass viele Diäten wunderbar funktionieren, aber eben auch nur für eine bestimmte Zeit. Und zwar nur so lange, wie man sich diesen Zwang auferlegt. Dabei könnte es so einfach sein. Man muss nur auf seinen Körper hören, ohne Zwang und Frust, ohne Vorgaben fremder Menschen und aufwändiger Menüs.

Jedes Hungergefühl hält ca. 20 Minuten an. Damit signalisiert der Körper: ICH HABE HUNGER! Ignoriert man das erste Hungergefühl oder trinkt ein Glas warmes Wasser, um es zu überbrücken, meldet sich der Körper ca. 2 Stunden später wieder: ICH HABE HUNGER AUF ETWAS SALZIGES!

Aha! Da der Körper beim ersten Mal nicht einfach irgendeine Nahrung bekommen hat, zeigt er beim zweiten Mal schon an, wo die Defizite liegen. Beim ersten Mal war es dem Körper nämlich egal, was man in sich hineinstopft, da man meist von allen Nährstoffen und Vitaminen etwas zu sich nimmt. Nun sollte man auch etwas Salziges zu sich nehmen, wenn man mit dieser Methode beginnt.

Danach geht es wieder von vorne los.

Nach ca. einer Woche kann man mit diesem Verfahrensweg schon einige Kilo abnehmen. Und noch besser, man bekommt beim zweiten Hungergefühl bereits eine Vorstellung davon, welches Gericht der Körper gerne hätte. So schreit er nicht einfach nach etwas Salzigem, sondern signalisiert dem Gehirn, dass es gerne eine Salamipizza oder ein Knoblauchbrot sein darf. Das sollte man bitte nicht mit dem Heißhunger auf etwas verwechseln. Heißhunger bedeutet nur, dass man die Signale des Körpers bereits eine ganze Weile ignorierte und sich Körper und Gehirn nicht darüber einig werden können, welche Speise es denn nun sein soll.

Der Körper weiß am allerbesten, welche Nährstoffe ihm fehlen und in welcher Nahrung sie erhalten sind.

Ganz wichtig ist auch, langsam zu essen. Nur dann kann man den Körper flüstern hören: "Ich bin satt." Das teilt er uns aber nur ganz leise mit, weil er hofft, dass er Reserven anlegen kann, wenn er mehr Nahrung bekommt, als er braucht.

Auch wenn Dein Gehirn schreit "HEY, DER TELLER WIRD GEFÄLLIGST LEERGEGESSEN!", solltest du das ignorieren. Lass Dich auch nicht durch Sätze wie: "HÖRMAL, DAS IST DOCH DEIN LIEBLINGSESSEN." oder auch "SO ETWAS GUTES BEKOMMST DU NIE WIEDER!", verleiten. Das Gehirn ist gierig und hält sich für den Chef im Körper. Erst wenn der Bauch mit Schmerzen oder Übelkeit droht, würde das Gehirn einlenken und Vernunft walten lassen.

Also höre auf Deinen Körper und gib ihm nicht mehr, als er braucht. Du benötigst keine Diät, die Dich unter Zwang setzt.

Ach ja, noch etwas ...

Warte mit dem Essen bitte wirklich so lange, bis der Körper nach etwas bestimmtem verlangt und verwechsele das nicht mit Appetit. Du erkennst es daran, dass er eher nach Haferflocken als nach Schokolade, eher nach einem Salamibrot als nach Chips oder Salzstangen, eher nach Salat als nach Gummibärchen ruft.